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Konfliktlösung beginnt mit der Kommunikation

Aktualisiert: vor 4 Tagen


Gestern Abend war ich in meiner Rolle als Vertreter des Fanmanagements SIHF in Ittigen, im Haus des Sports, bei der National League zu Besuch.



Der Anlass war ein Austausch zwischen der National League und den Vertretern von ProFans, den aktiven Fanszenen in den Kurven der Schweizer Eishockeystadien. Als Vertreter des Fanmanagements nehme ich in diesem Rahmen eine Vermittlerrolle zwischen den Parteien ein.


Wie man sich denken kann, birgt ein solches Gespräch, angesichts der unterschiedlichen Haltungen und Überzeugungen, einiges an emotionalem Potenzial. Die Standpunkte sind teilweise so divergent, dass es zunächst unmöglich erscheint, einen Konsens zu finden. Keine leichte Aufgabe für unser erstes Treffen und eine Herausforderung für mich als Vermittler.


Das gestrige Gespräch entwickelte sich jedoch zu einem wunderbaren Beispiel dafür, wie man trotz unterschiedlicher Ansichten und Vorstellungen miteinander kommunizieren und Wege für zukünftige Gespräche und Lösungen ebnen kann. Genau diese Absicht, gemeinsam voranzukommen, war schliesslich das erfreuliche Ergebnis des Austausches.


Doch was waren die Erfolgsfaktoren?


- Das Gespräch fand auf Augenhöhe statt, keiner fühlte sich überlegen, noch versuchte jemand, dem Gegenüber die eigene Meinung aufzudrängen.


- Die Teilnehmer respektierten die gegenseitigen Positionen, ohne sie zu bewerten. Sie hörten einander zu und versuchten, die Perspektiven des anderen zu verstehen. Beide Seiten fühlten sich gehört und ernst genommen.


- Trotz der Differenzen fanden wir gemeinsame Nenner und akzeptierten, dass alle auf ihre Weise das Beste für das Schweizer Eishockey wollen.


- Wir konzentrierten uns gemeinsam auf die Punkte, bei denen eine konstruktive Lösung greifbar schien, und planten, die herausfordernderen Themen in einem separaten Austausch zu behandeln.



In vielen Bereichen sind echte Lösungen noch weit entfernt und erfordern weitere Anstrengungen von allen. Doch allein die gegenseitige Wertschätzung und die Bereitschaft, einander zuzuhören, waren entscheidende Schritte, um die Grundlage für zukünftige Lösungen zu schaffen.


Die eigentliche Kapitulation zwischen National League, Sicherheitsverantwortlichen und aktiven Fanszenen wäre nicht in den Differenzen selbst zu suchen, sondern im Verzicht, miteinander zu kommunizieren und einander zuzuhören.


Mit dem gestrigen Austausch wurde ein grosser erster Schritt gemacht und das Fundament für zukünftige Gespräche und Lösungen gelegt.




Ob im Sport, im Berufsalltag oder in der Gesellschaft: Egal wie weit die Positionen voneinander entfernt sind, wenn wir nicht miteinander sprechen und versuchen, die Gegenseite zu verstehen – nicht zustimmen oder gutheissen, nur versuchen zu verstehen – dann haben wir alle bereits verloren.




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